Als ich ins Jahr 2026 startete, hätte ich nie gedacht, dass mich eine neue Faszination so packen würde. Doch es kam anders: Ich habe Hackathons für mich entdeckt!

Eigentlich begann alles eher durch Zufall. Ich war im Frühlingssemester meines Bachelor of Science in Data Engineering, als unsere Dozentin uns auf den Hackathon “Hack4SocialGood” aufmerksam machte. Dabei handelt es sich um eine Veranstaltung, bei der digitale Lösungen für den Sozialbereich gesucht werden. Das allein überzeugte mich jedoch noch nicht. Ich öffnete die Seite und schloss sie fast gleich schnell wieder. Für mich war das Thema damit erst einmal erledigt.

Was mich aber dennoch nicht in Ruhe liess, war die Tatsache, dass die BFH mir 2 ECTS für die Teilnahme gutschreiben würde. Ich meine, knapp zwei Tage und dafür eine Gutschrift von 60 Stunden Arbeit, das klingt schon fast zu gut. Die Tage vergingen und die Anmeldefrist rückte immer näher, doch ich war noch immer unentschlossen. Das änderte sich, als ich im Gespräch mit einem meiner Mitstudenten das Angebot bekam, gemeinsam mit ihm hinzugehen. Ich dachte mir nur: So kenne ich zumindest jemanden und bin nicht allein. Das war für mich eigentlich ein eher komischer Gedankengang, da ich mich bis jetzt immer und überall problemlos unter neue Menschen mischen konnte (🤞 dass das so bleibt). Also meldete ich mich am Abend des Anmeldeschlusses noch an, und kurz darauf war der Event auch schon da.

H4SG - mein erster Hackathon

Im Vorhinein war ich etwas aufgeregt und wusste nicht genau, was mich erwartet. Wie läuft der Hackathon überhaupt ab? Würden wir vor Ort schlafen? Bekämen wir etwas zu essen? All diese Fragen versuchte ich irgendwie zu klären. Doch die Webseite gab leider nicht viel her, und auf Reddit fand man allerlei Widersprüchliches. Also beschloss ich, einfach mit meinen Kollegen hinzugehen. Ich dachte mir: Hey, mit meinem Laptop in der einen Hand und meinem Portemonnaie in der anderen wird das schon gut gehen.

Und so kam es auch: Die Veranstaltung begann am Freitagmorgen. Wir kamen an und wurden gleich mit Kaffee und Gipfeli begrüsst. Man stellte uns die Challenges und weitere kurze Präsentationen vor, und schliesslich entschieden wir uns für eine Challenge (und nein, wir waren nicht im selben Team, wie sollte es auch anders kommen?) und begannen, an der Lösung zu arbeiten. Wir arbeiteten, bis wir irgendwann nach Hause gingen, um am nächsten Tag, dem Samstag, die letzten Feinschliffe zu machen, die Präsentation vorzubereiten und unsere Lösung vor dem Publikum zu präsentieren. Auch wenn es nicht fürs Podest gereicht hat, war es für mich eine absolute Bereicherung. Ich konnte Einblicke in ganz neue Welten geniessen. Ich konnte ganz neue Erfahrungen machen und mit Personen sprechen, zu denen ich sonst keinen Bezug hatte. Alles in allem also viel mehr als nur zwei ECTS! Auch wenn ich diese natürlich auch gerne genommen habe.

Bärnhäckt

Nach dem ersten Hackathon war für mich klar: Ich will noch einen zweiten machen. Einerseits für die ECTS, andererseits, weil es mir richtig Spass gemacht hat. So kam ich auf den Bärnhäckt-Hackathon, der in den Sommer-Semesterferien stattfand. Diesmal ging ich mit Ernest, der auch mit mir studiert, nur um ein ganz anderes Erlebnis zu bekommen.

Der Hackathon ging von Freitagabend bis in den späteren Sonntagnachmittag. Doch dieses Event sollte ganz anders werden als der erste. Es war genau so, wie ich mir Hackathons vorstellte: viel Koffein, Zucker, kurze Nächte und lange Programmiersessions. Wir schlossen uns beide einem anderen Team an und arbeiteten an Anonymice (LinkedIn-Post). Die Zeit verflog. Wir arbeiteten, arbeiteten, arbeiteten, und schon war Sonntag. Nicht zuletzt durch den Sales-Pitch von Ernest schafften wir es tatsächlich auf den zweiten Platz 🏆. Doch all das war nur nebensächlich. Es ging vielmehr um die Erfahrung, um die Leute, die man kennengelernt hat, um die Geschichten, die man gehört hat, und um das ganze Erlebnis an sich.

Die Faszination

Nach Bärnhäckt war eines klar: Ernest und ich wollen beide an mehr Hackathons teilnehmen so waren wir mittlerweile am Hackathon von HPE & Nvidia an, welcher während der Swiss AI Weeks in Genf stattfand, und bald auch auf an der Baselhack.

Das machen Hackathons für mich aus

Kurz gesagt: Coole neue Gesichter und Geschichten, ganz viele Eindrücke und der Fokus drauf eine Lösung für unsere Challenge zu finden!

Ich liebe es, mich nur einem Problem hinzugeben und dafür eine Lösung zu finden, diverse Rabbit Holes zu öffnen, zu versuchen, die perfekte und die passende Lösung für den aktuellen Use Case zu finden und das Problem so zu abstrahieren, dass man es auch wirklich lösen kann.

Glücklicherweise befinden wir uns im Jahr 2026, sodass man mit Hilfe von KI schnelle Iterationen machen und seine Vision umsetzen kann. Doch für mich ist es wichtig zu unterscheiden: Die KI ist das Tool, das uns hilft, unsere Vision innerhalb von zwei Tagen umzusetzen. Die KI ist nicht das Tool, das das Denken für uns übernimmt.

Wir machen uns die Gedanken als Teilnehmer im Hackathon: Wo wollen wir ansetzen? Welche Challenges erwarten uns? Wo grenzen wir ab? In welche Richtung soll es überhaupt gehen? Mit diesen Fragen stellen wir die Weiche für unsere Lösung.